Impressionen und Eindrücke des letzten Jahres

Gegen 100 sportbegeisterte Personen blickten am 3. Oktober 2020 am ersten Sport Management Summit in Laax gemeinsam in die Zukunft. Statt sich über die anstehenden Probleme zu beklagen, diskutierten die Anwesenden nebst zukunftsweisende Themen und Megatrends auch über innovative Ideen und Projekte. Aufgrund von COVID-19 fand der für Juni vorgesehene Event erst im Oktober statt.

Was als studentisches Projekt der diesjährigen Absolventenklasse der Studienrichtung Sport Management der Fachhochschule Graubünden begann, wurde durch den Zusammenschluss mit der Jubiläumsausgabe der Sport Management Inside-Veranstaltungsserie eine gemeinsame Sache. 

Der Summit im Freestylemekka Laax startete mit einem Besuch in der Freestyle Academy oder einer Yogalektion. So wurde nicht nur über Trends im Sport gesprochen, sondern diese auch aktiv ausprobiert. Dank der lockeren Atmosphäre im Sportdress lernten sich die Teilnehmenden direkt von einer anderen Seite kennen. Auf das sportliche Rahmenprogramm folgten Referate und Podiumsdiskussionen über die verschiedensten Themen aus dem Sport Management. Der ehemalige Swiss Ski Präsident Markus Wolf nun CEO der Weisse Arena Gruppe agierte nicht nur als Gastgeber des Summits, sondern begrüsste die Anwesenden und läutete das Nachmittagsprogramm auf dem Crap Sogn Gion ein.

Aufgrund der Terminverschiebung seitens Summit und der harmonisierenden Thematik wurde die zehnte Durchführung des «Sport Management inside», mit dem Summit zusammengeschlossen. In spannenden Podiumsdiskussionen sprachen Gäste wie Pascal Jenny (Tourismusdirektor Arosa), Heinz Karrer (Präsident economiesuisse), Tamara Wolf (SRF-Expertin Ski alpin Frauen) und Mike Kurt (Mitglied Exekutivrat Swiss Olympic und Präsident Swiss University Sports) über die gestiegenen Ansprüche für Berufstätige im Sportbereich und den dualen Bildungsweg für Spitzensportler. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass Spitzensportler einen guten Rucksack für ihre berufliche Karriere mitbringen. Doch die ehemaligen Spitzensportler müssen sich in der Berufswelt neu behaupten und sich nicht zu schade sein, auch nach einer erfolgreichen Spitzensportkarriere wieder ganz unten zu beginnen. Headhunter Dr. Bruno Peterer empfiehlt Sportlern, dass sie ihr grosses Netzwerk, gegeben durch Verbände, Veranstaltungen und Sponsoren, pflegen und entsprechend nutzen.

Auf den ersten Teil folgte eine Diskussionsrunde mit aktuellen und ehemaligen Studierenden der Studienrichtung Sport Management der Fachhochschule Graubünden. Die Teilnehmenden der Runde sprachen über die Herausforderung der doppelten Belastung als Spitzensportler gleichzeitig ein Studium zu absolvieren. Die ehemalige Profi-Alpin-Snowboarderin Stefanie Müller hatte Schwierigkeiten in beiden Bereichen 100% zu geben. Sie entschied sich schlussendlich, sich voll und ganz auf das Studium zu konzentrieren. Trotz der Doppelbelastung empfiehlt sie anderen Spitzensportlern, wenn möglich den dualen Weg mit Sport und Studium zu wählen. Darauf folgte ein Einblick in die NASME-Studie (New Age of Sport Management Education in Europe) durch Sandy Adam, welcher Mitautor und Doktorand am Lehrstuhl für Sportökonomie und -management in Leipzig ist. Aus der Studie geht hervor, dass Anpassungsfähigkeit, projektbezogenes Arbeiten, Kommunikationsfähigkeit, Digitalisierung, Kommerzialisierung und Internationalisierung die Themenschwerpunkte für die Ausrichtung der Sport Management-Ausbildung sein sollten. 

In der dritten Podiumsdiskussion prallten zwei Welten aufeinander – das innovative und privatfinanzierte OYM-Spitzensportzentrum in Zug sowie der geplante Surfpark in Regensdorf trafen auf den traditionellen Schwingsport und den König Fussball. Während die Spitzenathleten im OYM von einer digitalen Ernährungsberatung Gebrauch machen können, werden an Schwingfesten weiterhin Ranglisten in Papierform für CHF 2 verkauft – und nichtsdestotrotz erleben beide Sportarten einen gewaltigen Aufschwung. Dies zeigt auf, dass es kein perfektes und auf alle Bereiche anwendbares Erfolgsrezept für den Sport gibt. Schlussendlich müssen insbesondere Sportverbände unternehmerischer werden, ist Dr. sc. ETH Thomas Wüthrich aus dem Business Development des Spitzensportzentrums OYM überzeugt. 

Der ehemalige Eishockeyprofi und heutiger Sportchef vom HC Davos Raeto Raffainer rundete den vollgepackten Nachmittag ab. Auch er appelliert an die Spitzensportlerinnen und –sportler, sich bereits während der Aktivzeit Gedanken über die Zeit nach der Karriere zu machen. 

So locker wie der Summit startete, endete das Abendprogramm nach einem gemeinsamen Abendessen. Die Teilnehmenden liessen den Abend ausklingen, diskutierten bereits über die nächsten Innovationen im Sport und erweiterten ihr Netzwerk in der Sportbranche. In welcher Form der Summit 2021 stattfinden wird, ist zurzeit noch offen und wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s